Green Alley Awards für Start-Ups
Sieht aus wie Kunststoff, ist aber keiner

23.03.2022 Eine pflanzliche Alternative zur Kunststoffbeschichtung von Obst und Gemüse, ein nachhaltiges Polstermaterial, eine kunststoffähnliche, aber ökologische Lebensmittelverpackung - diese Startup-Ideen sind für den Green Alley Award 2022 nominiert und sollen die Kreislaufwirtschaft beflügeln.

 Neuer Biokunststoff - kann über den Papierkreislauf oder Kompostierung entsorgt werden.
© Foto: Make Grow Lab
Neuer Biokunststoff - kann über den Papierkreislauf oder Kompostierung entsorgt werden.

„Wir brauchen Kreislaufwirtschaft, um zu null Emissionen zu gelangen. Die Landbell Group unterstützt diesen Weg, indem sie Innovationen von Start-ups der Kreislaufwirtschaft fördert“, sagt Jan Patrick Schulz, CEO der Landbell Group und Gründer des Green Alley Award, eines jährlichen europäischen Preises für Start-ups der Kreislaufwirtschaft. „Abfallvermeidung, Recycling und Wiederverwendung von Produkten und Materialien sind wesentliche Strategien zur Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen. Mit dem Green Alley Award können wir hoffentlich einige Kreislauflösungen für verschiedene Sektoren und Branchen fördern.“

Seit 2014 vergibt die Landbell Group den Green Alley Award an Start-ups, deren innovative Produkte, Dienstleistungen oder Technologien dazu beitragen, Ressourcen möglichst effizient zu nutzen und Abfälle drastisch zu reduzieren.

Aus insgesamt 177 Bewerbungen wurden nun sechs Startups ausgewählt, die beim Finale des Green Alley Award am 28. April 2022 live in Berlin pitchen werden. Der Gewinner des Finales erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro.

Passenderweise sind die sechs Finalisten des Green Alley Award echte Europäer: Sie kommen aus Deutschland, Italien, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich. Von Kreislauftextilien und nachhaltigen Verpackungen bis hin zu Kreislaufbatterien und der digitalen Kreislaufwirtschaft greifen die Start-Ups wichtige Themen auf:

  • Agree (Italien): Die von Agree entwickelte essbare Beschichtung auf Pflanzenbasis schützt Obst und Gemüse, verlängert die Haltbarkeit und vermeidet Lebensmittelabfälle. (https://agreenet.webflow.io)
  • Atelier Riforma (Italien): Mit Hilfe von KI-Technologie und einer digitalen Plattform hilft Atelier Riforma der Modeindustrie, die Wiederverwendung und den Wiederverkauf von Textilabfällen zu optimieren. (www.atelier-riforma.it/en/ )
  • Flexi Hex (Vereinigtes Königreich): Die Kunststoffverpackungsalternative Flexi Hex aus Papier hat ein patentiertes Wabendesign, um zerbrechliche Gegenstände zu schützen. (www.flexi-hex.com)
  • Make Grow Lab (Polen): Die Beschichtungen und Folien mit kunststoffähnlichen Eigenschaften für Lebensmittel können entweder wie Papier recycelt werden oder über die Biotonne kompostiert werden. (www.makegrowlab.com)
  • Scrap Ad (Spanien): Scrap Ad bietet eine globale Plattform für den Handel mit wiederverwertbaren Materialien, um dem Informationsmangel in der Recyclingbranche entgegenzuwirken. (www.scrapad.com)
  • Voltfang (Deutschland): Das Ökostrom-Speichersystem von Voltfang nutzt Batterien von Elektroautos, um saubere Energie zu Hause bereitzustellen. (www.voltfang.de)
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