Eurosac-Kongress 2021
Kreislaufwirtschaft statt lineare Abläufe

25.06.2021 Am 28. Mai 2021 fand der virtuelle Eurosac-Kongress mit mehr als 150 Teilnehmenden statt. Unter dem Motto „Show commitment – take action!“ (Engagement zeigen und handeln) diskutierten die Anwesenden über die neuesten Entwicklungen in der Papiersack- und Kraftpapierindustrie sowie über Trends im Bereich Kunststofffolien.

Impressionen der digitalen Veranstaltung.
© Foto: Eurosac
Impressionen der digitalen Veranstaltung.

Ein weiteres wichtiges Thema: die Anpassung von Unternehmen an gesellschaftliche Herausforderungen und den Klimawandel. Ein besonderer Fokus lag auf nachhaltigen Verpackungen. Beim Eurosac Grand Prix Award wurden die neuesten Innovationen der Branche vorgestellt. Mondi konnte sich mit dem Eco Wicket Bag über Gold freuen, Dy-Pack erhielt Silber und Novidon Bronze.

„Die Welt verändert sich rapide und unsere Klimaziele werden ehrgeiziger. Als Branche können wir nur dann nachhaltig wachsen, wenn wir engagiert sind und aktiv handeln“, so Eurosac-Präsident Olivier Tassel bei der Eröffnungsrede des Kongresses, der live aus Düsseldorf übertragen wurde. „Wie schon in der Vergangenheit werden wir auch weiterhin Lösungen entwickeln und anbieten, die die Anforderungen unserer Kunden erfüllen, mit geltenden Gesetzen in Einklang stehen und perfekt funktionieren, ohne die Lebensqualität künftiger Generationen zu beeinträchtigen.“ Dieses Engagement spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Trotz der Pandemie konnte die europäische Papiersackbranche bei den Papiersacklieferungen ein solides Plus von 2,8 % im Jahr 2020 verzeichnen. Ein Aufwärtstrend (+0,2 %) setzte sich auch im ersten Quartal 2021 fort. Der Ausblick auf die nächsten Monate verspricht weiteres Wachstumspotenzial.

Engagement zeigen und handeln

Klima, Kreislaufwirtschaft, weniger Verpackungen – der Kongress startete mit einem Überblick über aktuelle Themen, die im Mittelpunkt der EU-Politik stehen und die die Wirtschaft in allen Bereichen nachhaltiger machen sollen. Dabei wurde besprochen, wie sich diese Themen auf die Kraftsackpapier- und Papiersackindustrie auswirken werden und welche Initiativen, Forschungs- und Kommunikationsmaßnahmen in der Branche zum Einsatz kommen, um die EU-Ziele und die eigenen ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Kreislauffähigkeit von Kunststofffolien. Diese werden in einigen Papiersäcken als Barriereschicht verarbeitet. Das Publikum erhielt einen Einblick in die neuesten Trends in diesem Bereich – von den Möglichkeiten der Verwertung von Verpackungsmaterialien mit Fokus auf chemisches und mechanisches Recycling bis hin zum aufstrebenden Markt der Biokunststoffe.

Inspirationen für eine bessere Welt

In seiner Keynote zum Thema „Ecolonomy“ (ökologische Ökonomie) zeigte Emmanuel Druon, CEO des in Frankreich ansässigen Briefumschlagherstellers Pocheco, wie man wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig Rücksicht auf die Umwelt und die Biodiversität nehmen kann. Das Prinzip der „Ecolonomy“ beruht auf drei Grundpfeilern: dem Schutz der menschlichen Gesundheit, der Rettung des Planeten und der finanziellen Entlastung bzw. Steigerung der Produktivität. Druon erläuterte anhand vieler Beispiele aus seinem eigenen und anderen Unternehmen, wie man auch mit kleinen Veränderungen eine große Wirkung erzielen kann. Ein weiteres Unternehmen, das beeindruckende Fortschritte in Richtung Netto-Null gemacht hat, ist Coca-Cola. Um dieses Ziel bis 2040 zu erreichen, spielt die Verpackung eine entscheidende Rolle, wie der Konzern feststellte. Maria Bescós, Head of Sustainable Packacking von Coca-Cola Iberia, erläuterte, wie das Unternehmen vorgeht, um seine Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Beispielsweise konnte auf den Einsatz unnötiger Kunststoffe verzichtet und die Nutzung fabrikneuer Kunststoffe reduziert werden. Bescós ist überzeugt, dass Unternehmen, die nicht nachhaltig handeln, auf Dauer zurückfallen werden. „Wir arbeiten ständig daran, die Bedürfnisse unserer Kunden und der Verbraucher bestmöglich zu erfüllen. Dafür nutzen wir bestehende Konzepte und entwickeln neue Angebote. Heute schon Innovationen voranzutreiben ist unsere Investition in eine nachhaltige Zukunft.“

stats