EU-Initiative für nachhaltige Produkte
FPE fordert mehr Rechtsicherheit

05.04.2022 Fibre Packaging Europe (FPE) begrüßt das Paket der Europäischen Kommission zur Kreislaufwirtschaft, insbesondere den Vorschlag für die Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR).

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Der Vorschlag zielt darauf ab, nachhaltige Produkte zur Norm auf dem EU-Markt zu machen und ihre Gesamtauswirkungen auf Umwelt und Klima zu verringern.

„Die Entwurfsphase betrifft die gesamte Wertschöpfungskette und ist von entscheidender Bedeutung. Wir empfehlen der Europäischen Kommission, gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Nachhaltigkeit von EU-Produkten und importierten Produkten zu gewährleisten. Dies ist eine mit Spannung erwartete und zeitgemäße Rechtsvorschrift, zumal sie Anforderungen der Verbraucher festlegt, Zugang zu Produkten zu bekommen, die unter Berücksichtigung des Umweltschutzes entwickelt wurden", Mike Turner, Vorsitzender von Fibre Packaging Europe. „Produkte aus erneuerbaren Quellen, wie z. B. Verpackungen aus papierbasierten Fasern, ermöglichen es uns, unsere Optionen zu de-fossilisieren und die Klimaneutralitätsziele der EU zu erreichen", 

Während die ESPR Ökodesign-Anforderungen wie Langlebigkeit, Reparatur- und Wartungsfreundlichkeit und die Verwendung recycelter Materialien einführt, fehlt nach Ansicht FPE eine wichtige Anforderung, nämlich die der Erneuerbarkeit der Rohmaterialien. In Anbetracht der von der Kommission angestrebten Klimaneutralität könnten nachwachsende Rohstoffe sowohl bei der Energieerzeugung als auch bei Produkten eine zentrale Rolle spielen, und auch die Recyclingfähigkeit von Produkten müsse in der EU zur neuen Norm werden.

Während die ESPR dieses Element im Hauptteil der Verordnung berührt, ist FPE der Ansicht, dass die Ökodesign-Anforderung Recyclingfähigkeit weiter gestärkt werden sollte; die „leichte Wiederverwendbarkeit“ müsse im gesamten Vorschlag durchgängig angesprochen werden, beispielsweise in den Ökodesign-Anforderungen (Artikel 5) und im Zusammenhang mit den anfallenden Abfallmengen und der „leichten Wiederverwendbarkeit“ (Anhang I (p)).

Faserbasierte Produkte würden in der Papierindustrie wieder zu neuen Papierprodukten recycelt, wodurch hohe Recycling-Standards erreicht werden, sowohl in Bezug auf die Umweltleistung als auch auf die Qualität der Produkte. „Da wir mit einer großen Anzahl von Überarbeitungen rechnen, die die Produktgesetzgebung betreffen, sollten rechtliche Unklarheiten und Doppelarbeit vermieden werden“, so Turner. „Die Allianz ist der Ansicht, dass die Europäische Kommission zu Recht den Ansatz gewählt hat, Rechtssicherheit zu gewährleisten. Für die Papier- und Kartonverpackungsindustrie in Europa bedeutet dies auch, dass die Kohärenz mit anderen Rechtsvorschriften gewährleistet werden muss, z. B. mit der Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle, die ihre eigenen Nachhaltigkeitsanforderungen in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft festlegen wird“.

Durch die Gewährleistung von Rechtssicherheit würden die politischen Entscheidungsträger es der europäischen Industrie ermöglichen, ihre Investitionen in nachhaltige Lösungen zu steigern. Fibre Packaging Europe werde weiter mit den politischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass das Fachwissen der Interessengruppen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Rahmen des regulären Gesetzgebungsverfahrens weiter berücksichtigt werden. „Wir stehen weiterhin zur Verfügung, um zusätzliche Informationen, Fachwissen und Daten bereitzustellen, und würden es begrüßen, wenn wir den Dialog mit den wichtigsten Entscheidungsträgern zu diesem wichtigen Thema fortsetzen könnten“, so Turner.

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