Karton-Verpackungen
Lebenszyklusanalyse unterstreicht gute Umweltbilanz

11.08.2021 Der im Juni 2021 veröffentlichte Analysebericht, Cartonboard Life Cycle; Comparing the carbon footprint of carton packaging against alternative solutions, liefert neue Erkenntnisse der Umwelt-Performance von Karton über seinen gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

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Verglichen wurde Verpackungsmaterial für Tiefkühlkost, Fertiggerichte, Fast Food und tragbare Elektronikartikel – im Vergleich zu anderen häufig verwendeten Verpackungsmaterialien, wie etwa Multilaminat-Folienbeutel, PP-Siegelschalen, PET-Trays und PVC-Sichtverpackungen.

Die von RISE (Research Institutes of Sweden) – der Bioökonomie-Division für Pro Carton, dem Europäischen Verband der Karton- und Faltschachtelindustrie – durchgeführte und von Intertek begutachtete Studie gibt einen Einblick in die relative Kohlenstoffbilanz von Verpackungen in verschiedenen Verbrauchersektoren sowie detaillierte Erklärungen zu den Faktoren, die zu diesen Vergleichsergebnissen führen.

Der von RISE angestellte Vergleich über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg stellt sicher, dass wirklich der gesamte Produktlebenszyklus einer Verpackung berücksichtigt wird – von der Herstellung (oder dem Anbau bei dem in der Kartonherstellung verwendeten Holz) bis hin zur Verarbeitung und Entsorgung. Der Studienbericht dokumentiert sowohl Emissionen von fossilen Treibhausgasen (THG) als auch biogene THG-Emissionen und deren Abbau.

Fossile THG-Emissionen entstehen aus nicht erneuerbaren Energiequellen wie fossilen Brennstoffen, während biogene Emissionen aus der Verbrennung von Biokraftstoffen und dem Abbau von biologischen Produkten entstehen. Biogener Abbau bezieht sich auf die CO2-Aufnahme aus der Atmosphäre durch Photosynthese während des Biomasse-Wachstums.

Tony Hitchin, General Manager bei Pro Carton, kommentierte: „Während die einzigartigen Aspekte des Produktlebenszyklus von Papierfaser-basierten Verpackungen bei der Berechnung des gesamten Kohlenstoff-Fußabdrucks berücksichtigt werden, waren wir auch daran interessiert, zu untersuchen, wie die Ergebnisse aussehen, wenn nur die fossilen Treibhausgas-Emissionen (THG) berücksichtigt werden, und die Verpackungslösungen aus Karton lieferten ein positives Ergebnis.“

Kohlenstoff-Fußabdruck pro 1.000 Verpackungen © Foto: Pro Carton
Kohlenstoff-Fußabdruck pro 1.000 Verpackungen

„Die Werte in dieser Tabelle zeigen deutlich, dass Verpackungen, die überwiegend aus Karton bestehen, in Bezug auf die Auswirkungen pro 1.000 Verpackungen durchweg besser abschneiden als die Alternativen. Karton-Verpackungen sind ganz eindeutig eine umweltschonende, praktische und kundenfreundliche Alternative zu herkömmlichen Verpackungen aus fossilen Materialien.“

Die Studie verglich den Kohlenstoff-Fußabdruck des gesamten Produktlebenszyklus einer Verpackungslösung, anstatt die Materialien lediglich auf einer Pro-Tonnen-Basis zu vergleichen. Hitchin fügte hinzu: „Es ist bekannt, dass die Kohlenstoff-Belastung pro Tonne Material bei Karton viel geringer ist als bei Polymeren, unabhängig davon, ob man nur die fossilen Emissionen betrachtet oder auch die biogenen Emissionen und den Abbau berücksichtigt. Wir wollten die Produkte auch pro Verpackungseinheit vergleichen, da Karton-Verpackungen möglicherweise nicht so viel wiegen wie eine Verpackungslösung aus fossilen Materialien. Darüber hinaus unterscheiden sich die Auswirkungen bei der Entsorgung und dem Ende der Produktlebensdauer für jede Lösung. Deshalb haben wir in dieser Studie spezifische Verpackungslösungen für ähnliche Produkte über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg verglichen.“

Der Bericht ist hier verfügbar.

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