Transformation zur Circular Economy
"Wir brauchen einen Paradigmenwechsel"

10.01.2022 Ein aktuell erschienenes Green Paper des VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V. beschreibt, wie Industrie und Politik die Transformation zur zirkulären Wertschöpfung im Bereich der Kunststoffe aktiv vorantreiben können. Mit dabei: die Pöppelmann Gruppe.

Kooperation mit Mercedes: Recycling von Kunststoffteilen zur Ressourcenschonung.
© Foto: Pöppelmann Gruppe
Kooperation mit Mercedes: Recycling von Kunststoffteilen zur Ressourcenschonung.

Ein Round Table des VDI brachte Experten aus verschiedenen Bereichen zur Erarbeitung des Papiers an einen Tisch. Darunter war auch Matthias Lesch, Geschäftsführer bei der Pöppelmann Gruppe, die sich nachdrücklich zur Circular Economy bekennt – und alle am Markt beteiligten Akteure zum gemeinschaftlichen Handeln auffordert.

Die im Rahmen des Round Table, der vom VDI initiiert wurde, erarbeiteten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sind soeben im sogenannten Green Paper unter dem Titel „Circular Economy für Kunststoffe neu denken. Wie die Transformation zur zirkulären Wertschöpfung gelingen kann.“ erschienen. Das Green Paper veranschaulicht und beschreibt anhand eines Kreislaufschemas die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Kreislaufbeteiligten. Die Verfasser des Papiers haben dabei vier zentrale Handlungsfelder definiert: So gilt es, die Kunststoffwirtschaft für den Kreislauf zu reorganisieren. Die Kreislaufschließung muss zur Aufgabe aller Beteiligten gemacht werden. Echte Anreize für eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft sollen geschaffen und schließlich Produkte für den Kreislauf konzipiert werden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, die notwendige Transformation von der linearen Wertschöpfung zur Kreislaufwirtschaft erfolgreich umzusetzen.

Kreislaufwirtschaft als Unternehmensziel

Matthias Lesch war an dem Round Table beteiligt und findet: „Für die Transformation zur Circular Economy brauchen wir einen Paradigmenwechsel entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Genau diese systemische Perspektive greift das VDI-Green Paper auf.“ Die Pöppelmann Gruppe befindet sich bereits in diesem Prozess und demonstriert, wie er gelingen kann: In einem Positionspapier, auf der Website der Unternehmensgruppe unter dem Stichwort ‚Kreislaufwirtschaft‘ veröffentlicht, definiert die Gruppe den Weg zu einer echten Circular Economy als eine entscheidende strategische Herausforderung – sowohl für das Unternehmen selbst als auch für die gesamte Kunststoffbranche. Dafür gründete das Unternehmen eine  Initiative, die alle Anstrengungen für Kreislaufkonzepte der vier Geschäftsbereiche bündelt.

Erolgreiche Umsetzung

Zur Verwirklichung von Kreislaufwirtschaft wirbt die Pöppelmann Gruppe auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette für Mitstreiter. „Wir sind davon überzeugt, dass es nur gemeinsam gelingen kann, die Innovationskluft zu überwinden. Das geschieht durch richtige Rahmenbedingungen, gezielte Anreize und Vorgaben, sichere Materialströme, gemeinsame Innovationen – und vor allem durch bewusste Entscheidungen und konsequentes Machen“, unterstreicht Matthias Lesch. So können Entscheider bei Markenartiklern mit recyclingfähigen Verpackungen echte Kreislaufwirtschaft fördern. Verbraucher nehmen durch ihre Kaufentscheidung Einfluss und unterstützen durch sachgemäße Trennung von Abfällen das Recycling. Politische Entscheider sorgen mit entsprechenden Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. Entscheider im Einzelhandel unterstützen durch die Forderung von Kreislauf-Nachweisen für Verpackungen. Recycler liefern PCR-Rezyklate nach einheitlichen Standards und erreichen Akzeptanz für höhere Preise.

Der Lohner Kunststoffverarbeiter selbst hat durch entschiedenes Vorangehen bereits in allen Geschäftsbereichen kreislaufschließende Lösungen etabliert, die ökologisch sinnvoll, technisch umsetzbar und wirtschaftlich vertretbar – und damit zukunftsfähig – sind. Eine Kooperation mit dem Mercedes-Benz Werk Hamburg macht es möglich, dass der Kunststoff von Millionen Schutzkappen zurück in die Produktion neuer hochwertiger Produkte fließt, anstatt entsorgt zu werden.

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