Nestlé verbannt Kunststoffdeckel & Co
Rollenwechsel bei Smarties

27.01.2021 Millioneninvestment in Hamburg: die weltbekannten, bunten Schokolinsen rollen für rund 50 Länder ab sofort in Papier vom Band. Damit spart Nestlé im Jahr rund 191 Tonnen Kunststoffe ein.

Kommen jetzt ohne Kunststoff aus: die neuen Verpackungen für Smarties.
© Foto: Nestlé
Kommen jetzt ohne Kunststoff aus: die neuen Verpackungen für Smarties.

Ob rot, ob gelb, ob blau: Generationen sind mit den beliebten Schokolinsen in der ikonischen Smarties-Rolle aufgewachsen. Ab sofort produziert das Hamburger Chocoladen-Werk Rollen, Tüten und Schächtelchen Smarties und Mini-Smarties in einer Verpackung nur noch aus Papier. Und das gleich – als einziges Smarties-Werk in Europa – für mehr als weltweit 50 Länder auf der Welt.

Millioneninvestition für das Werk Hamburg

„Smarties in Papier ist ein starkes Signal für den Standort Hamburg“, sagt Werksleiter Arturo Galvan. „Zwei komplett neue Fertigungslinien verpacken nun unsere bunte Schokolinsen in Papier. Zwei weitere werden noch zum Einsatz kommen. Nestlé hat dafür in das Chocoladen-Werk 10 Millionen Euro investiert. Durch die Umstellung auf Papier sparen wir bei uns in der Produktion jährlich mehr als 191 Tonnen Plastik ein.“

Unter den Fabriken von Nestlé ist das Chocoladen-Werk in der Hansestadt ein echter Riese für Süßwarenprodukte. Allein für die Marke Smarties produziert die rund 800-köpfige Werksmannschaft mehr als 20.000 Tonnen Produkte im Jahr. Das sind jedes Jahr mehr als 20 Milliarden Schokolinsen – das reicht, um mehr als 600 Fußballfelder komplett zu bedecken.

Die Marke Smarties steht für eine bunte Welt und dazu gehören auch „smarte“ Initiativen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Verbesserung der Produkte. „Wir sind als Nestlé auf dem Weg zu nachhaltigeren Verpackungen. Smarties in Papier ist ein wichtiger Schritt auf dieser Reise, für die wir sehr gerne die Extrameile gehen. Wir haben sogar die kultige Form der Riesenrolle auf sechseckig verändert, weil Papier als Verpackungsmaterial die erfordert hat“, sagt Carmen Borsche, verantwortlich für das deutsche Süßwaren-Geschäft. „Als Unternehmen haben wir eine Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft. Dazu gehört auch eine abfallfreie Zukunft für unsere Kinder, daran arbeiten wir kontinuierlich.“

So setzt Smarties für die Schokolinsen auf Farben aus der Natur und verringert schrittweise den Zuckergehalt der Produkte. In Deutschland verwendet Nestlé 100 Prozent verantwortungsvoll beschafften Kakao, der von der Organisation Rainforest Alliance zertifiziert ist. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen an der Elfenbeinküste beispielweise das „Cavally Forest Reserve“, um langfristig eine nachhaltige Kakaoproduktion zu ermöglichen und das Waldgebiet wiederherzustellen. Das verwendete Papier stammt aus verantwortungsvollem Anbau und kann einfach in die Altpapiertonne entsorgt werden. Die farbenfrohe Marke sorgt für alle diese Informationen in verbraucherfreundlicher Sprache auf den Produktverpackungen.

Nestlé setzt insgesamt auf weniger Kunststoffe

Bis 2025 sind alle Verpackungen von Nestlé recyclingfähig oder wiederverwertbar. In der gleichen Zeitspanne verwendet das Unternehmen auch ein Drittel weniger Kunststoff-Neuware. Dazu hat sich Nestlé verpflichtet.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Lebensmittelhersteller auf drei Säulen. Nestlé entwickelt umweltfreundliche und sichere Verpackungsmaterialien, fördert die Weiterentwicklung von gut funktionierenden Sammel-, Sortier- und Recyclingsysteme und unterstützt Verbraucher beim richtigen Recycling.

Da weniger Kunststoff allein nicht genug ist, investiert Nestlé erheblich: Zwei Milliarden Schweizer Franken sind einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe gewidmet. Das eigene Institute of Packaging Sciences vereint zudem mehr als 50 Wissenschaftler, die an nachhaltigen Verpackungslösungen forschen.

Nestlé befindet sich auf dem Weg zu einer abfallfreien Zukunft. Und in Deutschland ist die Bilanz bereits positiv: 97 % der Verpackungen sind bereits recyclebar oder wiederverwendbar.

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