Koehler beteiligt sich an Investmentfonds
Fünf Millionen Euro für mehr Nachhaltigkeit

23.07.2021 Um die Entwicklung nachhaltiger Innovationen und Technologien aktiv voranzutreiben, beteiligt sich die Koehler-Gruppe am European Circular Bioeconomy Fund (ECBF).

© Foto: ECBF

Der ECBF ist der erste Investmentfonds, der sich ausschließlich Projekten im Bereich der Bioökonomie inklusive der zugehörigen Kreislaufwirtschaft in Europa widmet. Mit einem angestrebten Fondsvolumen von 250 Millionen Euro soll der ECBF zu einem wichtigen internationalen Finanzinstrument werden und einen Beitrag dazu leisten, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Koehler beteiligt sich mit einer Summe von 5 Millionen Euro.

Förderung der Kreislaufwirtschaft im Fokus

2019 ist Koehler Paper in den Markt der flexiblen Verpackungspapiere eingetreten und hat mit der Investition von 300 Millionen Euro in eine neue Produktionslinie für diese Papiere die größte Investition in der Geschichte des über 210-jährigen Unternehmens getätigt. Zukünftig sollen flexible Verpackungspapiere mit anwendungsspezifischen Funktionen Kunststoffverpackungen ersetzen.

Dr. Stefan Karrer, technischer Vorstand bei Koehler: „Koehler entwickelt zielgerichtet neue Produkte, die den Nachhaltigkeits-zielen der Kunden und der Gesellschaft gerecht werden und baut sich so eine führende Rolle in der Bioökonomie auf.“ Das Unternehmen erschließt dabei auch neue Märkte, beispielsweise durch den geplanten Einstieg in die Herstellung von bio-basierten Materialien für die Gummiindustrie.

Kreislaufwirtschaft schont die natürlichen Ressourcen und ist eine Voraussetzung dafür, dass die gesteckten Klimaziele der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, erreicht werden. Die Koehler-Gruppe arbeitet laufend an einer Vielzahl von Innovationen, die den Gedanken der Kreislaufwirtschaft in den Vordergrund stellen. „Bei der Entwicklung von Innovationen setzen wir nicht nur auf internes Know-How, sondern auch auf Kooperationen und Start-Ups. Unser Engagement beim ECBF soll helfen, vielversprechende technologische Ansätze gezielt zu fördern“, so Dr. Karrer weiter. Dabei geht es nicht nur um Technologien für Koehler Paper, sondern auch um eine Vielzahl weiterer Aktivitäten und Geschäftsmodelle der Koehler-Gruppe.

Beteiligung ist eine nachhaltige Investition

Die Beteiligung am ECBF ist eine verantwortungsvolle und nachhaltige Investition und ist im Gegensatz zu vielen anderen Fonds langfristig ausgelegt. Sie geht von 10 Jahren aus und fokussiert sich auf potenzielle Wachstums-Unternehmen aus der Bioökonomie inkl. bio-basierter Materialien und der industriellen Biotechnologie, um mit neuen Technologien und Innovationen die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Dabei handelt es sich nicht um eine ausschließlich finanzielle Beteiligung. Die Investoren bringen sich mit ihrem Know-How in regelmäßigen Workshops zu verschiedenen Marktsegmenten ein, um vielversprechende Zielmärkte und Investmentmöglichkeiten für den ECBF zu finden. Koehler sieht dadurch Synergien für den Geschäftsbereich Flexible Verpackungspapiere, um beispielsweise die Entwicklungen biobasierter Barrie-refunktionen zu fördern. Aber auch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle basierend auf der Kreislauf-wirtschaft steht im Vordergrund.

Erste Investments in Unternehmen bereits getätigt

Am dritten Closing des ECBF haben sich neben Koehler auch die BÜFA, sowie ein weiterer privater Investor beteiligt. Michael Brandkamp, Geschäftsführender Partner der ECBF Management GmbH, freut sich über die Beteiligung von Koehler: „Alle Investoren bei diesem Fonds verbindet das Bestreben, innovativen bio-basierten Unternehmen zu mehr Wachstum zu verhelfen und Lösungen für die dringenden Aufgaben der Nachhaltigkeit zu fördern. Koehler ist mit seinem Know-How in der Entwicklung von flexiblen Verpackungspapieren eine Bereicherung für unseren Fonds und damit für die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft.“

Gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) hat der in Luxemburg ansässige ECBF bereits erste Investments in Unternehmen getätigt. In der finalen Ausbaustufe sollen bis zu 25 Unternehmen unterstützt werden, die sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase befinden und mit hohem Innovationspotenzial ausgestattet sind.

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