AGVU
„Gefordert wird ein technisches Gremium“

18.05.2022 In dem Gespräch am 9. Mai in Berlin wurden AGVU-Positionen, u.a. zu europäischen Rezyklateinsatzquoten auf Basis von PCR-Material, vorgestellt und diskutiert.

AGVU-Spitzengespräch der Kreislaufwirtschaft am 9. Mai.
© Foto: twitter.com/AGVU_online
AGVU-Spitzengespräch der Kreislaufwirtschaft am 9. Mai.

Dr. Anja Weisgerber MdB, umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bestätigte die Notwendigkeit einer besseren Recyclinginfrastruktur in vielen europäischen Ländern, um ausreichende Rezyklatmengen zur Erfüllung von Einsatzquotenvorgaben zu erreichen.

Mit Blick auf die in der PPWD (Packaging and Packaging Waste Directive) vorgesehenen Design-for-Recycling-Vorgaben und die geplante Negativliste von Verpackungsmaterialien konnte Frau Dr. Weisgerber die AGVU-Forderung nach einem technischen Gremium unter Einbezug von Wirtschaftsvertretern zur fortlaufenden Beurteilung der Recyclingfähigkeiten nachvollziehen. Abschließend wurde die Notwendigkeit privatrechtlicher Organisationsstrukturen bei der Fortentwicklung der Regelungen zur ökologischen Gestaltung der Lizenzentgelte (§ 21 VerpackG) festgehalten. Frau Weisgerber dankte für das angenehme Gespräch und bat, auch in Zukunft über Positionen der AGVU informiert zu werden.

Dr. Carl Dominik Klepper, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt (AGVU):

„Mit Blick auf die laufende Überarbeitung der Europäischen Verpackungsrichtlinie PPWD sieht die AGVU Anpassungsbedarf bei den Design-for-Recycling-Vorgaben sowie bei der Gestaltung einer möglichen Negativliste für bestimmte Materialien. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass diese Vorgaben regelmäßig geprüft und ggf. angepasst werden. Gefordert wird daher ein technisches Gremium unter Einbezug von Wirtschaftsvertretern, das die Recyclingfähigkeit bestimmter Materialien und Verpackungsgestaltungen kontinuierlich bewertet.

Die Einführung europäischer Rezyklateinsatzquoten sind zu begrüßen, solange sie Bezug auf Post-Consumer-Material, also auf Material nach Gebrauch durch die Verbraucherinnen und Verbraucher, nehmen. Um die dafür notwendigen Outpunktmengen an Recyclingmaterial in der EU zu erreichen, muss jedoch auch die notwendige Infrastruktur überall in Europa massiv ausgebaut werden."






 

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