Fachpack-Trendradar
Diese Trends bewegen die Verpackungsbranche

23.07.2021 Nachhaltigkeit bleibt das Thema schlechthin in der Verpackungsindustrie. Welches sind die Top-Trends? Der Fachpack-Trendradar, den die NürnbergMesse in Zusammenarbeit mit Vend Consulting erarbeitet hat, verrät es.

Die Fachpack findet vom 28. bis 30. September 2021 statt. Mit dem Trendradar zeigt die Messe Trends auf, die die Verpackungsbranche bewegen.
© Foto: NürnbergMesse
Die Fachpack findet vom 28. bis 30. September 2021 statt. Mit dem Trendradar zeigt die Messe Trends auf, die die Verpackungsbranche bewegen.

Aus dem Fachpack-Trendradar geht hervor, dass die drei kommenden Top-Trends der Verpackungsindustrie allesamt Nachhaltigkeitstrends sind. „Wir freuen uns, unserer Community mit dem Fachpack-Trendradar 2021 einmal mehr empirisch fundiert aufzeigen zu können, von welchen Branchentrends in den nächsten drei bis fünf Jahren eine große Verbreitung zu erwarten ist“, erklärt Phillip Blass, Director Fachpack, NürnbergMesse.

Erster Top-Trend ist dabei die Erhöhung des Rezyklateinsatzes. Das Recycling von Kunststoffabfällen und der Einsatz von Kunststoffrezyklaten in Neuprodukten schonen Primärrohstoffe. Gegenüber der Produktion aus Rohöl lassen sich somit CO2-Emissionen deutlich reduzieren.

Als zweiter Top-Trend lässt sich der Einsatz von Monomaterialien für eine bessere Trennbarkeit ausmachen. Beim Recyclingprozess besteht eine wesentliche Herausforderung schließlich darin, Stoffe voneinander zu trennen. Laut dem Umweltbundesamt muss ein Material zu mindestens 95 Prozent aus einem Hauptmaterial bestehen, um als Monomaterial behandelt zu werden. Verpackungen aus einem Materialmix diverser Kunststoffarten können zwar auch recycelt werden, jedoch ist der Prozess deutlich umfangreicher und das Rezyklat verfügt über minderwertigere Eigenschaften als beim Monomaterial.

Den dritten Top-Trend sehen die Befragten in der ressourcenschonenden Verpackung. Bei deren Verwendung werden aufgrund von Materialeinsparungen wesentlich weniger Primärressourcen eingesetzt, was einen signifikanten Mehrwert hinsichtlich Nachhaltigkeit der Verpackungen liefert. Dies kann etwa mithilfe neuer Produktionsverfahren gut umgesetzt werden. Ein Ziel ist es laut Studie jedoch, die Einhaltung der Funktionalität der Verpackung zu gewährleisten. Infolge der erhöhten Materialeffizienz bei Kunststoffverpackungen konnte der Materialeinsatz im Zeitraum von 25 Jahren beispielsweise um ein Viertel reduziert werden, was einer CO2-Einsparung von 2,6 Millionen Tonnen entspricht.

Wer hat an der Studie teilgenommen

Für die Ergebnisgewinnung wurden insgesamt 21 ausgewählte Trends von Vertreter:innen und Kenner:innen der Verpackungsindustrie über einen Online-Fragebogen bewertet hinsichtlich: Attraktivität der einzelnen Trends für die Verpackungsindustrie, Veränderungsumfang beziehungsweise Relevanz der Trends für selbige sowie dem zeitlichen Horizont, wann der einzelne Trend massentauglich sein wird.

Der Online-Fragebogen wurde im Frühjahr 2021 von 108 Verpackungsexpert:innen und Branchenkenner:innen ausgefüllt, wobei die Mehrheit in leitender Position tätig ist. Rund 80 Prozent der Teilnehmer sind Teil eines großen Unternehmens mit 1.000 und mehr Mitarbeitern oder eines mittleren Unternehmens mit 50 bis 1.000 Mitarbeitern.

Von den Befragten arbeitet fast ein Drittel im Bereich Packmittel und Packstoffe, etwa zehn Prozent sind in den Segmenten Services für die Verpackungsindustrie, Verpackungsdruck- und Veredlung sowie Verpackungsmaschinen tätig. Der Rest der Studienteilnehmer:innen stammt aus verpackungsnahen Branchen, wie etwa Logistik, Lebensmittelindustrie, Verbände, Forschung oder Beratung.

 

Das vollständige Whitepaper Fachpack-Trendradar gibt es zum Download unter: www.packaging-360.com/trendradar2021

 

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