Schaumaplast
Neue Thermoverpackungen im Portfolio

18.02.2022 Produkte aus Naturfasern und biomassebilanziertem Styropor verbessern den Herstellerangaben zufolge den ökologischen Fußabdruck deutlich.

Schaumaplast: „Recyclingfähigkeit ist wesentlicher Parameter.“
© Foto: Schaumaplast
Schaumaplast: „Recyclingfähigkeit ist wesentlicher Parameter.“

Schaumaplast, Hersteller technischer Formteile und Verpackungen aus Styropor und anderen Partikelschäumen, bringt im Jahr 2022 gleich mehrere Neuheiten auf den Markt. Ab Februar 2022 startet der Vertrieb einer Thermoboxen-Linie aus Naturfasern. Die Thermoboxen werden für den gekühlten Versand von Lebensmitteln und Medikamenten eingesetzt. Bereits zu Jahresbeginn hat die Unternehmensgruppe zudem ihr komplettes Thermoverpackungs-Sortiment von klassischem Styropor auf biomassebilanziertes Styropor (Styropor BMB) umgestellt, heißt es. Außerdem sei die Einführung neuer nachhaltiger Kühlelemente geplant.

Schützende Thermoboxen aus nachwachsenden Rohstoffen

Bei der neuen Produktlinie Thermocon Nature nutzt Schaumaplast eigenen Angaben zufolge zu nahezu 100 Prozent nachwachsende Rohstoffe. Für die Herstellung dieser Innovation werden u. a. Gras-, Hanf- oder Holzfasern verwendet. Das Unternehmen achte hierbei streng darauf, dass keine für den Verzehr geeigneten pflanzlichen Rohstoffe zum Einsatz kommen. Schaumaplast schaffe nicht zuletzt aus Abfällen neue, hochwertige Produkte, nutzt u. a. Jute-Fasern aus alten Kakao- und Kaffeesäcken, die sonst verbrannt würden, sowie Grasfasern aus Grünschnitt, der beispielsweise beim Mähen von Grünflächen rund um Flughäfen entsteht. Den Naturfasern wird eine minimale Menge an polymeren Bindefasern beigemischt, doch auch diese stammen zum Teil aus recyceltem Material. Die Thermocon Nature-Produkte ähneln in ihren Eigenschaften denen der klassischen Thermobehälter und schützen den Packungsinhalt genauso gut wie diese, so Schaumaplast. Zudem hinterließen sie nur einen minimalen CO2-Fußabdruck, könnten vollständig recycelt und wieder für die Produktion eingesetzt werden.

Neuer Standard für CO2-reduzierten Versand temperaturempfindlicher Produkte

Diese Qualitäts- und Umweltkriterien wiesen ebenso die Thermo-Verpackungen aus biomassebilanziertem Styropor der BASF auf, die Schaumaplast bereits seit geraumer Zeit anbiete. Mit dem Biomassenbilanz-Verfahren (BMB) ließen sich fossile Rohstoffe, die zur Herstellung von Styropor nötig sind, durch erneuerbare ersetzen. Eine solche Produktionsweise spare wertvolle Ressourcen und reduziere zugleich die CO2-Belastung. Dabei blieben die bewährten Eigenschaften von Styropor wie sehr gute Dämmeigenschaften und hohe Druckfestigkeit erhalten. Neu seit Jahresanfang sei, dass deren Fertigung nunmehr vollständig auf dieses ressourcenschonende Material umgestellt wurde. Schaumaplast werde damit seiner Vorreiterrolle als erster zertifizierter Verarbeiter von biomassebilanziertem Styropor im Verpackungsbereich gerecht. „Mit dieser Umstellung sowie der Einführung der Naturfaser-Thermoboxen wollen wir einen neuen Standard für einen CO2-reduzierten Versand temperaturempfindlicher Produkte setzen, ohne Qualitätsabstriche an den Produkten zuzulassen. Umweltfreundlichkeit, Schutz des Versandgutes sowie hohe Recyclingfähigkeit sind wesentliche Parameter für unsere Erzeugnisse“, betont Geschäftsführer Markus Hoffmann.




 

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