packREPORT 10/21

Foto: Halstrup-Walcher Mit der Karton-Verpackungsmaschine TCP PN 8 bietet Tronrud Engineering aus Eggemoen in Norwegen in der Nähe von Oslo eine Sekundärverpackungsmaschine zum Sortieren und Verpacken von Beuteln und Tüten in Kartons. In den Beuteln kann sich von Chips und Nachos über Kaffee bis hin zu Salat oder Gemüse alles befinden, was nicht flüssig ist. Lebensmittelkonzerne können diese Maschine also nachgelagert an verschiedene primäre Verpackungs- maschinen einsetzen. Die Produkte werden dann zur weiteren Logistik in verschiedene Kartons verpackt. Bekannte multinationale Lebensmittel- und Snacklieferanten nutzen die Maschinen von Tronrud Engineering und setzen sie weltweit ein. So wird der Maschinentyp TCP PN 8 laut des rund 200- Mitarbeiter:innen-starken Unternehmens zum Beispiel auch in Russland, Türkei, Ägypten und Südafrika genutzt, um Beu- tel und Tüten in Kartons zu verpacken. „Je nach Einstellung einer Maschine können bis zu 160 Beutel in der Minute in einen Karton konfektioniert werden – auch bis zu zwölf Kartons in der Minute sind möglich“, sagt Kjell Erik Meier, bei Tronrud für die Programmierung und Automatisierung der Maschinen zuständig. Jede Bewegung der Maschine wird durch Elektromotoren umgesetzt. Die Maschine hat also keine pneumatischen Verstell- achsen und ist daher laut Tronrud im Betrieb effizienter als vergleichbare Ma- schinen mit pneumatischen Antrieben. Durch die Nutzung moderner Steuerungs- und Servotechnik lassen sich außerdem weitere Vorteile der Digitalisierung nutzen: Der Status der Maschine kann stets aus- gelesen werden – auch aus der Ferne. Formatverstellung auf verschiedene Kartongrößen Neben dem Industriestandard der Maschi­ nensprache PackML und IIOT-Funktionen ist auch die automatische Formatver- stellung eine Funktion der Verpackungs- maschine von heute. Damit lässt sich die komplette Maschine innerhalb kürzester Zeit an den verschiedenen Bearbeitungs- modulen von einem Kartonformat auf ein anderes umstellen. Bei der Format- verstellung in der Verpackungsmaschine werden zum Beispiel Förderbänder in der Höhe verstellt oder die Breite der Lücke zweier Zuführbänder verändert. Alles passend für die Chipstüte, die über diese Bänder zum Karton transportiert wird. Auch Anschläge, die dabei helfen, die Beutel im passenden Muster anzuordnen, müssen abhängig von verschiedenen Kartongrößen angepasst werden. Die Kartons werden mehrlagig nach diesem Muster befüllt. Nachdem die erste Lage der Beutel im passenden Muster angeordnet ist, werden sie in den Karton geschoben. Im Karton wird die erste Lage dann kompri- miert. Anschließend wird eine neue Lage Beutel gerichtet und oben drauf geladen. Auch die dafür benötigten Module müssen verstellt werden, wenn sich ein Karton und damit auch das Legemuster der Beutel ändern. An der Rückseite der Maschine TCP PN 8 befindet sich ein Magazin, von dem aus die Kartons aufgerichtet werden. Sie werden gefaltet, verklebt und an die Stelle transportiert, wo sie mit den Beuteln bestückt werden. Dieses Modul ist in die Maschine integriert und hat ebenfalls ver- schiedene Höhen- und Breitenverstellungen – individuell abhängig vom Kartonformat. Tronrud hat die meisten dieser Ver- stellungen automatisiert. So kann die Maschine per Knopfdruck auf ein ande- res voreingestelltes Kartonformat um- gerüstet werden. Aus Sicherheitsgründen gibt es nur noch einige wenige Handver- stellungen per Bedienknopf an externen Zuführungen der Maschine. Für manche Couch-Potato ist die Kartoffel aus der Tüte beim allabendlichen Ritual auf dem Sofa nicht wegzudenken. Vom Feld bis zum Supermarkt legt die Kartoffel eine faszinierende Reise zurück – Direktantriebe spielen dabei eine entscheidende Rolle beim Verpacken. Antriebstechnik Kartoffelchips vollautomatisch verpackt Die PSD-Direktantriebe verstellen Maschinenachsen und können nicht nur Spindeln, sondern auch Zahnriemen betreiben. 52 packREPORT 10 / 2021 Technik

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