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26. September 2012
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Deutsche Verpackungspreisträger 2012 ausgezeichnet


Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung erhielten 27 innovative Verpackungslösungen aus dem In- und Ausland am Abend des 24. September den Deutschen Verpackungspreis 2012.

Zu den Gewinnern des Siegels „Beste Verpackung 2012“ gehören 14 Verkaufsverpackungen, vier Transport- & Logistikverpackungen, vier Displays & Promotionsverpackungen sowie eine Etiketten-Lösung. Im Bereich Maschinentechnik wurden zwei Einreichungen mit dem Prädikat „Beste Maschine 2012“ ausgezeichnet. Auch unter den jungen Talenten fand die Jury einige sehr überzeugende Arbeiten, von denen zwei mit einem Nachwuchs-Verpackungspreis prämiert wurden.

Die vom Deutschen Verpackungsinstitut (dvi) veranstaltete Leistungsschau steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Sie zeichnet materialübergreifend Produkte, Ideen und Konzepte aus, die in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Technik, Ästhetik, Ökologie, Nachhaltigkeit und Verbraucherfreundlichkeit wegweisend sind. Besser, günstiger, kommunikativer und nachhaltiger – so präsentieren sich nach Aussage des Ausrichters die Innovationen aus dem Verpackungsbereich im Jahr 2012. Unter den prämierten Verpackungslösungen finden sich wegweisende Lösungen zur Kostenoptimierung über neue Verfahren und Materialien sowie innovative Einsparungsmöglichkeiten bei Rohstoffen und Energie. Dazu kommen innovative Ideen und Lösungen zur Steigerung der Effizienz in der Produktion, bei Transport und Lagerung sowie in Bezug auf Anwenderfreundlichkeit und Verbrauchernutzen. Nicht zuletzt belegen kreative Ideen und effiziente Neuerungen, wie hochwirksam und vielfältig die Verpackung auch als Verkäufer und Kommunikator eingesetzt werden kann.

Unter dem Motto „Nur für die besten Verpackungen!“ hatten zahlreiche nationale wie internationale Designer, Entwickler, Hersteller und Verwender von Verpackungen und Verpackungslösungen 232 innovative Lösungen in das Rennen um den 35. Deutschen Verpackungspreis geschickt. Eine Jury aus unabhängigen Experten und Spezialisten von Fachverbänden, führenden Forschungsinstituten, Hochschulen, der Presse und der Industrie prüfte alle Einsendungen zwei Tage lang auf bis zu 12 Kriterien.

„Von besonderer Bedeutung war dabei der Innovationsgrad.“, betont Burkhard Lingenberg, dvi-Vorstandsmitglied und Gesamtverantwortlicher der Leistungsschau. „Nachhaltige Innovationen spielen die Schlüsselrolle für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Der Verpackung fällt als multifunktionales und unverzichtbares Element der modernen Warenwelt dabei eine Schlüsselrolle zu - von Lebensmitteln und Medizin über Autoteile bis hin zu Hochseecontainern. Die 27 ausgezeichneten Verpackungslösungen ragen aus einem insgesamt sehr hochwertigen Teilnehmerfeld heraus. Sie zeigen, wie erfolgreich sich die Verpackungsindustrie ihrer Verantwortung stellt“.

Die Gewinner des Deutschen Verpackungspreises 2012 kommen aus der Food-, Kosmetik- und Pharmaindustrie, sind Packstoff- und Packmittelhersteller, Markenartikler, Designer und Agenturen. Zu den Namen zählen Unilever, Nordenia, Nestlé, die Hochschule München, Gerresheimer, Oberland M&V, Stölzle, Constantia Flexibles, Karl Knauer, Tubex, Diageo, Kao, Carl Edelmann, Gissler & Pass, Poly-clip, Smurfit Kappa, Seyfert, Hoffmann Neopac, DS Smith, Rako Etiketten, G. Gühring, PAKi Logistics, Schuler und Teepack. Die Verleihung der Deutschen Verpackungspreise fand im Rahmen einer feierlichen Gala vor rund 330 Gästen und Branchengrößen statt. In der von der Sängerin und Moderatorin Kathie Kleff begleiteten Show nahmen Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen ihre Urkunde und Trophäe entgegen. Bei dem sich anschließenden Empfang führte Branchentalk in entspannter und fachlicher Atmosphäre lückenlos über zur Eröffnung der Fachmesse FachPack. Auf dieser können Besucher noch bis zum 27. September prämierte Verpackungslösungen auf dem Stand 459 des dvi in Halle 6 hautnah erleben. Darüber hinaus zeigt das dvi alle Gewinner in einer Galerie auf der Webseite www.verpackungspreis.de.

27 Innovationen in 5 Kategorien

In der Kategorie der Verkaufsverpackungen prämierte die Jury innovative Technologien, Designs und Funktionen. Sie bieten intelligente Lösungen und Alternativen sowie mehr Convenience bei reduzierten Kosten.

Im Bereich Lebensmittel und Tiernahrung gehören dazu eine Spätzleteig- Verpackung mit integrierter Spätzlepresse; eine Verpackung für Trockensuppe mit viel Easy-Opening-Komfort für den Konsumenten; eine „Leichtbaufolie“, die den Material- und Energieaufwand ohne Qualitätsverlust um 40% reduziert; eine Verpackung, die das Wiederverschlusssystem in die Packstoffrolle integriert, ohne aufzutragen sowie einen sehr effizienten flexiblen Beutel, der für den Konsumenten zum Becher wird.

Mit dem Nachwuchspreis zeichnete die Jury einen Gewürzwürfel aus, der 8 Gewürze dosiert und in sechs Mischungen anbietet. Darüber hinaus wurde eine Verpackung für Milchprodukte mit dem Nachwuchspreis prämiert, die für Kinder eine phantasievolle Zweitverwendung bereithält.

Im Getränkebereich prämierte die Jury eine Eye-Catcher Getränkekiste aus Recyclat; ein Glasflaschen-Schwergewicht mit einzigartiger Farbe, besonderem Design und neuer Ästhetik sowie eine Faltschachtel mit gedruckter Elektronik, die sich beim Aufheben mit alternierenden Leuchtmustern schmückt.

Bei Kosmetik und Hygiene gewinnen ein neu entwickeltes Prägeverfahren für Dosen, das größere und tiefere Prägungen erlaubt; eine Verpackung mit ebenso durchsichtig wie einsichtig gelungenem Design- und Markenkonzept sowie eine auch haptisch sehr gelungene, mehrschichtige Laminattube, die sich spielerisch und einfach umformen lässt.

Im Bereich Pharma und Medizin fiel die Wahl der Jury auf eine Ampullenverpackung die sich als innovatives Packmittel entpuppt, die Fertigungstechnik optimiert und dem Anwender einen Originalitätsverschluss, eine Öffnungshilfe und Wiederverschließbarkeit zur Verfügung stellt. Durchsetzten konnten sich in der Kategorie Verkaufsverpackung darüber hinaus eine Modul-Faltbodenverpackung, die bei optimalem Transportschutz den Handlingaufwand und den Materialeinsatz auf ein Minimum reduziert sowie eine Schlauchbeutellösung, die optimal entleerbar ist und eine intelligente und materialsparende Alternative zu herkömmlichen Tuben und Kartuschen darstellt.

In der Kategorie Display und Promotionsverpackungen gewinnen ein automatisch aufgerichtetes Shelf Ready Tray, das das Packen vereinfacht und dabei 32% Material spart; ein Display, dass schräge, plane oder gestufte Boden auszubilden kann und bei reduziertem Materialeinsatz hohe Tragkraft erzielt; eine aufmerksamkeitsstarke Displaylösung, die hinsichtlich der Mengenbestückung flexibel einsetzbar und dazu sehr nachhaltig ist sowie eine Verpackung mit viel Convenience beim Öffnen und Schließen, die in Bezug auf Formdesign, Funktionalität und Materialverwendung exzellent ist.

In der Kategorie Etiketten, Verschlüsse und sonstige Packhilfsmittel geht der Deutsche Verpackungspreis an eine trägerlose Etikette, die nicht nur Material spart, sondern darüber hinaus innovativ und erfolgreich zeigt, was im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit möglich ist.

In der Kategorie Transport und Logistikverpackung prämierte die Jury ein System von Transportverpackungen für Sitzgarnituren und Fondmodule im Automobilbereich, das als MOW-Ausführung (Montage ohne Werkzeuge) kommt und durch hohe Verdichtung eine Verdopplung der pro Container versendeten Packmittel erlaubt; eine Flaschenverpackung, die Polster und Faltschachtel zu einem Packmittel integriert; eine Viertelpalette aus recyceltem Material die innovativ konstruiert ist und dadurch Kosten bei Energie, Transport und Personalkosten spart sowie eine xfach Klappspule, die auf innovative Weise Verwendung und Wiederverwendung optimiert.

In der Kategorie Verpackungsmaschinen gehen die Deutschen Verpackungspreise an einen neuartigen Prozess für die Fertigung von Dosenkörpern, der umweltschonend ist und bei dem wahlweise verschiedenen Materialen eingesetzt werden können sowie an eine neuartige technologische Anwendung, die bei einer wichtigen Teilaufgabe der Teebeutelproduktion den Fertigungs- und Montageaufwand entscheidend reduziert.



 
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