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14. April 2008

Marktübersicht Aufrichtemaschinen

Geht nicht, gibt's nicht

Die letzten Tage im April 2008 sind schon lange fest in den Terminkalendern der Branche fixiert, wenn die Interpack wieder Themen, Trends und Innovationen an einem Ort konzentriert. Eins von vielen Themen sind zum Beispiel Aufrichtemaschinen von Kartonagen und Faltkisten. Inzwischen wurden innerhalb der EU die Verpackungsgrößen frei gegeben, so mancher Hersteller besinnt sich auf die Kraft der Verpackung - und investiert in die entsprechende Technik. Längst ist klar: Als Kommunikationsmedium wurde die Verpackung in der Vergangenheit oft unterschätzt. Ihre Bedeutung wird für die Markenartikelindustrie immer wichtiger. Doch nicht nur die gestalterischen Faktoren sind hier entscheidend, Verpackungen und Verpackungstechnik müssen natürlich auch den Bedürfnissen der Abfüller entsprechen. Und mit der Vielfalt an Möglichkeiten, Verpackungsformen, Funktionalitäten und technischen Neuerungen wachsen die Ansprüche auf beiden Seiten - beim Produzenten genau so wie beim Endverbraucher.

Für die Getränke-, Food- und Nonfood-Branche sind die attraktive Präsentation von Produkt und die damit verbundene optimale Kommunikation der Marke mit dem Verbraucher also von größtem Interesse. Ein beschädigtes Etikettenmaterial, ein mit Reib-ringen versehenes Gefäß oder eine schlecht sitzende Umverpackung - das darf nicht sein. Die Gefahr, dass der Konsument zum Konkurrenzprodukt greift, ist dann groß. Viele Herausforderungen also, denen sich die Hersteller von Verpackungsmaschinen zunehmend stellen und für die sie effektive Lösungen bereithalten müssen. Auf der kommenden Interpack werden viele Maschinenbauer ihre neuen Konzepte im Messegepäck haben. Einen kleinen Vorgeschmack auf die aktuellen Möglichkeiten im Bereich "Aufrichtemaschinen für Kartonagen und Faltkisten" möchte diese Marktübersicht geben. PackReport hat Unternehmen kurz vor der Interpack befragt: Für welches Einsatzspektrum eignen sich die angebotenen Aufrichtemaschinen? Welche Leistungen können sie maximal erzielen? Außerdem bestand für die Unternehmen, die sich beteiligt haben und ihre Antworten zur Verfügung gestellt haben, die Möglichkeit, Angaben zu den möglichen Formaten und Kartonmaterialien zu machen. Auch zusätzliche Leistungen und Merkmale, zum Beispiel zur Flexibilität oder sonstigen Kunden-Services sollen den Überblick im vielfältigen Markt erleichtern.

Maximale Flexibilität und hohe verfügbarkeit im Mittelpunkt

Zahlreiche Anbieter haben Informationen zur Verfügung gestellt und sind sich einig: Attraktivität, maximale Flexibilität, hohe Verfügbarkeit und deutliche Kostenreduzierungen stehen überall im Mittelpunkt der Bemühungen. Unterschiedlichste Gebinde und Produktformationen müssen flexibel zu verarbeiten sein, das zu verpackende Produkt soll zuverlässig geschützt werden und die Maschineneffektivität darf sich nur einem enorm hohen Leistungsbereich bewegen. Schnell, flexibel, kostengünstig - heutzutage muss eigentlich alles möglich gemacht werden. Ganz nach dem Motto: Geht nicht, gibt's nicht.

Die KHS AG, international tätiger Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen, hat zum Beispiel speziell für den Mittelstand ein KHS-Trockenteil-Konzept zur Verarbeitung von Kartonverpackungen konstruiert, das eine interessante Lösung für das Handling kleiner Einheiten darstellen soll. Es beinhaltet die Komponenten Kartonauffalter Innopack CA, Einpacker CS und Deckelverschließer Innopack DV. Der Leistungsbereich erstreckt sich von 4 000 bis 18 000 Flaschen in der Stunde, die Zielgruppe ist die Getränkebranche sowie alle weiteren Industriezweige, die auf Kartonverpackungen setzen.

Bei der niederländischen Schut Systems bv ist man ebenfalls davon überzeugt, dass zur individuellen Verpackungslösung mehr gehört als "nur" die richtige Maschine: "Eine optimale Maschinenleistung kann erst realisiert werden, wenn Verpackung, Produkt und Verpackungsmaschine optimal aufeinander abgestimmt sind. Wir betrachten deshalb die Verpackung im Zusammenhang mit der Verpackungsmaschine und dem Produkt. Ein Verpackungsvorschlag beinhaltet natürlich ein Maschinenangebot, aber wir benennen auch die Verpackung, das Produkt-Handling, die Konstruktion und die Qualität des Kartons."

Die optimale Abstimmung von Maschine und Produkt ist gefragt

Ähnlich sieht man es bei Econo-Pak, wo ebenfalls die komplette Projektabwicklung mit Schnittstellenabgleichung zum Aufgabenbereich hinzu gezählt wird. Das Unternehmen R. Weiss Verpackungstechnik wird auf der kommenden interpack eine Innovation präsentieren: Der Schachtelaufrichter SAT-12-12-C ist Teil einer kompletten Endverpackungslinie mit vollautomatischer programmgesteuerter Formatumstellung für über 50 Formate. Die Linie verarbeitet Wellpappezuschnitte mit anhängendem Deckel und Staub- und Einstecklaschen sowie Zuschnitte mit anhängenden Einschlagklappen, ähnlich FEFCO 0201.

Robert Vetter, Geschäftsführer der Buhmann Systeme GmbH, bringt die Situation so auf den Punkt: "Kosteneinsparung und Wirtschaftlichkeit sind die Forderungen unserer Kunden. Wir bieten Maschinen und Verpackungslösungen, mit denen sie diese Ziele erreichen. Unsere neuesten Entwicklungen optimieren die gesamten Abläufe und senken den Verpackungsmaterialverbrauch erheblich."

Babette Schneider ist freie PackReport-Autorin in Hilden bei Düsseldorf

Hier können Sie die Marktübersicht der PackReport-Redaktion downloaden.


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